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1 Beitrag -
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DAS FASTEN
SICH DES ESSENS UND TRINKENS ENTHALTEN,
UM IN ÜBEREINSTIMMUNG MIT DEM GEIST DES ISLAM ZU SEIN
UND DAS LEID DER VIELEN BEDÜRFTIGEN ZU TEILEN
DAS FASTEN IM MONAT RAMADAN (RAMADAN) , DEM NEUNTEN DES ISLAMISCHEN KALENDERS, WIRD ZWAR ALS NAHRUNGSENTZUG empfunden, es handelt sich aber um eine gewollte und akzeptierte Entbehrung im geheiligten Monat, in dem offenbart wurde: „Der Ramadan ist es, in dem der Koran (erstmals) als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist, und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Rettung." (Die Kuh, II, 185)
Einem sehr alten Gebrauch zufolge bezeichnet das Wort ramadän auch die Praktik des Fastens selbst, so daß es oft, allerdings eben falsch angewendet, säum ersetzt, das „Enthaltung" bedeutet: „Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten, so wie es auch denjenigen, die vor euch lebten, vorgeschrieben worden ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein!" (Die Kuh, II, 183)
Als vierte Säule des Islam ist der Ramadan für alle Gläubigen, Männer und Frauen ab dem Zeitpunkt der Pubertät, verpflichtend. Kranke, Stillende, Schwangere und Reisende sind davon ausgenommen. Verrückte und kleine Kinder sind auch nicht davon betroffen. Zum Ausgleich müssen diejenigen, die lediglich zeitweise nicht in der Lage sind, die Bestimmungen einzuhalten (wie Frauen in Zeiten der Indisposition), oder solche,
die durch triftige Gründe daran gehindert werden (bei ärztlicher Behandlung), das Fasten außerhalb der Fasttage nachholen. Das Fasten beginnt dann, wenn ein Gläubiger deutlich die Bildung des Halbmonds (am Himmel) erblickt.
Das alte sassanidische Emblem des Halbmonds ist nach und nach zum Kennzeichen des Islam schlechthin geworden. Obwohl er schon lange auf den Wappen des Osmanischen Reiches aufschien, dauerte es bis zum 19. Jh., bis er den Emblemen anderer muslimischer Herrschaftsbereiche beigefügt wurde. Diese Tradition wird zwar bis heute fortgesetzt, seit jedoch die Wissenschaft von der Astronomie es den Arabern erlaubt, den Aufgang des Mondes glaubwürdig zu berechnen (das erste Observatorium wurde 820 in Bagdad errichtet), akzeptiert man die Angaben der Gelehrten. Jedesmal aber, wenn es sich darum handelt, auf die Grundlagen zu achten, bringt die direkte Beobachtung des Neumondes die Gläubigen in starke Bewegung, da er einen Monat glückbringender Entsagung verheißt. Heutzutage ist die Praktik natürlich eher in Wüstenregionen, in ländlichen Gebieten und im Sahel anzutreffen als in Städten.
Das tatsächliche Fasten beginnt knapp vor der Morgendämmerung (fadjr) und reicht bis nach Sonnenuntergang (imsäk). Weit verbreitete Aufzeichnungen zeigen tabellarisch die genauen Zeitpunkte von Beginn und Ende eines jeden Fasttages. Sie werden heutzutage ersetzt durch Informationen in Radio und Femsehen, was vor allem in den Städten der Fall ist, nicht nur in den islamischen Ländern, sondern auch in nichtislamischen Ländern, in denen Muslime leben.
Der Halbmond (hiläl) zeigt den geheiligten Monat Ramadan an,aber die astronomischen Berechnungen und das einstimmige Urteilder Gelehrten werden immer öfter berücksichtigt.
Solange das Fastenbrechen (iftar) nicht verkündet wird, enthält sich der Muslim des Essens, Rauchens und Trinkens. Auch sexuelle Beziehungen sind ihm verboten, selbst im Rahmen einer gesetzlichen Verbindung. Selbstverständlich gilt dies auch für eine ganze Reihe von sozialen Verhaltensweisen, die ohnehin von der allgemeinen Moral verurteilt werden (wie Verleumdung, Mißgunst, Diebstahl, Streit, Auseinandersetzung oder Lüge). Sich dies zuschulden kommen zu lassen zieht den Verlust des religiösen Wertes des Ritus nach sich.
Von großer Bedeutung ist die 27. Nacht des Monats Ramadan, die „Nacht der Bestimmung" (lailat al'qadr), da seit dieser Nacht die Offenbarung Platz gegriffen hat: „Wir haben ihn (den Koran) in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt. Aber wie kannst du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist? Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate. Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn hinab, lauter Logoswesen. Sie ist voller Heil, bis die Morgenröte sichtbar wird." (Die Bestimmung, XCVIl)
Der Ramadan ist gleichermaßen ein Monat der Gnade, großen religiösen Eifers und eine Gelegenheit, Vergebung zu erlangen. Gegenseitige Hilfe drückt sich offener und häufiger in ihm aus. Die
eifrigsten unter den Fastenden versammeln sich in den Moscheen und verrichten gemeinsam einen Teil der Nacht lang ein zusätzliches Gebet, das salat at'taräuiih heißt, „Gebet der Ruhe".
Trotz seiner großen Anforderungen gehen die Muslime an den Monat des rituellen Fastens freudig, zuversichtlich und heiter heran. Gemäß Abu Huraira (7. Jh.) hatte der Prophet gesagt: „Wenn der Ramadan beginnt, öffnen sich die Tore des Himmels, schließen sich die Tore der Hölle, und die Dämonen sind gefesselt."1
l El-Bokhari, Les Traditions islamiques, Bd. l, Paris 1995,
(zitat)
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| Beitrag vom 10.10.2004 - 16:26 |
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| Ein Bittgebet zum Ramadan vom Prophetenenkel Zainul Abidin |
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302 Beiträge -
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Herr, inspiriere unsere Herzen, die überragende Bedeutung dieses Monats zu erkennen, damit wir ihn entsprechend würdigen. Lass uns Abstand halten von all den Dingen, die du uns in diesem Monat verwehrt hast und hilf uns das Fasten durchzustehen, indem wir unsere Glieder davor bewahren, Dir ungehorsam zu sein und sie für das einsetzen, was Dir wohlgefällig ist. Steh´ uns bei, damit wir unsere Ohren nicht Eitlem leihen und unsere Augen nicht auf Schädliches richten, damit wir unsere Hände nicht nach Unerlaubtem strecken und mit unserem Füssen nicht Verbotenes betreten, damit wir unsere Bäuche nicht füllen, ausser mit dem von Dir Erlaubten und unsere Zungen nichts sprechen, ausser Dir Wohlgefälligen, und dass wir uns nicht selbst erhöhen, es sei denn in unseren Streben zu Dir, und das wir nichts tun ausser das, was uns vor deiner Strafe bewahrt.
Darum reinige all das von Eitelkeit, welche geliebt wird von den sich zur Schau Stellenden und ersehnt von den Geltungssüchtigen, so dass wir in unserer Verehrung von Dir nichts neben Dich stellen und nichts ersehnen ausser Dich!
O Herr, tilge unsere Sünden in diesem Monat mit dem verschwinden der Sichel seines Mondes, und entferne unsere Sünden mit dem Zuneigegehen seiner Tage, so dass dieser Monat von uns gehe, während Du uns in ihm von Schuld gereinigt und von Sünden geläutert hast.
O Herr, erfülle diesen Monat mit unserer Verehrung von Dir allein und schmücke seine Augenblicke mit unserem Dienst an Dir.
Hilf uns am Tage, das Fasten zu beachten.
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| Beitrag vom 14.10.2004 - 01:50 |
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Wir gratulieren ganz herzlich zum Geburtstag:
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