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abdul_haqq ist offline abdul_haqq  
Mißverständnisse über die Salafiyyah
8 Beiträge -
Assalamu aleykum

verehrte Geschwister im Islam,

hier habe ich ein sehr informativen Text über die sehr verbreiteten Missverständnisse der Salafiyyahs!

Mißverständnisse über die Salafiyyah

Viele Zweifel und Mißverständnisse sind im Umlauf über die „Salafiyyah“ und die Bezeichnung „Salafi“. Einige davon kommen sogar von aufrichtigen Leuten, basierend auf ihren bisherigen Erfahrungen, einige sind auch von den Schaiyatîn unter den Menschen, die ihr Vernichtungsurteil über die Da’wah zu Al-Haqq verhängen wollen und sie mit ihren selbst erfundenen Ideen und Wahnvorstellungen überzogen.


1. Die Bezeichnung „Salafiyyah“ ist eine Bid’ah

Das Wort „Salafiyyah“ wurde in der Zeit des Propheten (a.s.s.) und seiner Gefährten nicht verwendet. Da die Muslime dem korrekten Verständnis des Islam folgten, bestand zu dieser Zeit auch keine Notwendigkeit für eine Bezeichnung wie „Salafiyyah“. Als sich jedoch Unheil verbreitete, die Zahl der Sekten zunahm und sich die Ummah in verschiedene Gruppierungen spaltete, mußten die Gelehrten der Ummah diejenigen, die der Wahrheit folgten, von denen unterscheiden, deren Verständnis auf nichts als Falschheit beruhte. So entstanden Namen wie „Ahl Al-Hadîth“ und „As-Salaf“.

Abu Hanîfah (gest. 150H) sagte: „Haltet fest an den Überlieferungen und dem Weg der Salaf, und hütet euch vor neu erfundenen Dingen, denn all das ist Bid’ah.“ (Berichtet bei As-Suyûti in Saun Al-Mantaq wa Al-Kalâm, Seite 32).

Demzufolge unterscheidet sich „As-Salafiyyah“ von all den islamischen Gruppierungen, indem sie sich dem zuschreibt, was das korrekte Verständnis des Islam garantiert, nämlich dem Verständnis des Propheten (a.s.s.) und seinen Gefährten so wie es aus authentischen Überlieferungen hervorgeht.

Zusätzlich wurde das Wort „Salaf“ vom Propheten (a.s.s.) selbst benutzt. Er sagte zu Fâtimah: „Ich bin der beste Salaf für dich.“ (Muslim, Nr. 2450).

Imâm Muslim erwähnt in der Einleitung zu seinem Sahîh (Seite 16) den Ausspruch von ´Abdullâh ibn Al-Mubârak – den er üblicherweise vor allen Leuten zu sagen pflegte -: „Schenkt den Ahâdîth von ´Amr ibn Thâbit keine Beachtung, denn er pflegte die Salaf zu beleidigen.“

Schaikh Sâlih Al-Fauzân sagte: „Und wie kann es Bid’ah sein, eine irreführende Bid’ah, wenn jemand als seinen Weg den Weg der Salaf wählt? Wie kann es eine Bid’ah sein, wenn es nichts anderes bedeutet, als daß man der Madhhab der Salaf folgt, und ihre Madhhab doch gemäß dem Buch und der Sunnah eine Pflicht ist und Wahrheit und Rechtleitung? (Al-Bayân, Seite 156).

Daher ist es keine Bid’ah, sich selbst den Salaf zuzuschreiben, was nichts anderes als Salafiyyah ist. Vielmehr ist es eine Pflicht für jeden Muslim, sich dem Manhaj und dem ´Aqîdah der Salaf zu verschreiben. Genauso könnte man sagen: „Wenn die Bezeichnung ‚Salafiyyah’ eine Bid’ah ist, dann ist die Bezeichnung ‚Ahl As-Sunnah wa Al-Jama’a’ auch eine Bid’ah.“ Und die Absicht, die hinter der Bezeichnung „Ahl As-Sunnah wa Al-Jama’a“ steckt, ist weitläufig bekannt. Leider reicht der Name „Ahl As-Sunnah wa Al-Jama’a“ nicht mehr aus, um die Leute der Wahrheit von den Leuten der Falschheit zu unterscheiden.


2. Allâh hat uns Muslime genannt. Warum also sollten wir uns den Salaf zuschreiben?

Al-Albâni hat dies sehr schön in einer Diskussion über dieses Thema beantwortet, zu finden auf der Kassette „Ich bin ein Salafi“. Hier ein paar wertvolle Ausschnitte davon:

Schaikh Al-Albâni: „Wenn du gefragt wirst: ‚Was ist deine Madhhab?’, wie lautet deine Antwort?“

Fragesteller: „Ich bin Muslim.“

Schaikh Al-Albâni: „Das ist nicht genug.“

Fragesteller: „Allâh hat uns Muslime genannt.“ Und er zitierte die Âyah: „Er ist es, Der euch vordem schon Muslime nannte.“ (Al-Hajj:7

Schaikh Al-Albâni: „Diese Antwort wäre korrekt, wenn wir in der Frühzeit (des Islam) leben würden, bevor die verschiedenen Sekten auftauchten und sich verbreiteten. Würden wir heute einen Muslim von einer diesen Sekten, von deren ´Aqîdah wir uns unterscheiden, fragen, würde seine Antwort sich nicht von dieser unterscheiden. Alle – die Râfidi Schi’iten, die Khawârij, die Nusairi Alawi – würden sagen: ‚Ich bin ein Muslim.’ Deswegen reicht dies heutzutage nicht mehr aus.“

Fragesteller: „Dann würde ich sagen: ‚Ich bin ein Muslim nach Qur’ân und Sunnah.’“

Schaikh Al-Albâni: „Das ist ebenfalls nicht ausreichend.“

Fragesteller: „Warum?“

Schaikh Al-Albâni: „Findest du irgendeinen von denen, die wir gerade genannt haben, der sagt: ‚Ich bin Muslim, der nicht dem Qur’ân und der Sunnah folgt?’ Wer sagt tatsächlich: ‚Ich folge nicht Qur’ân und Sunnah.’?“

An dieser Stelle begann der Schaikh die Wichtigkeit, dem Qur’ân und der Sunnah mit dem Verständnis der As-Salaf Sâlih zu folgen, zu erläutern.

Fragesteller: „In dem Fall bin ich ein Muslim, der Qur’ân und Sunnah mit dem Verständnis der As-Salaf As-Sâlih folgt.“

Schaikh Al-Albâni: „Wenn dich jemand nach deiner Madhhab fragt, wird das deine Antwort sein?“

Fragesteller: „Ja.“

Schaikh Al-Albâni: „Was meinst du, wenn wir diesen Ausdruck sprachlich abkürzen, da die besten Ausdrücke kurz, aber ausreichend sind, das Beabsichtigte verständlich zu machen. Sagen wir also ‚Salafi’?“

Der Punkt ist daher, daß eine Bezeichnung wie „Muslim“ oder „Sunni“ nicht genug ist, da das jeder behauptet. Al-Albâni betonte die Wichtigkeit, Wahrheit von Falschheit zu unterscheiden - was die Basis von Manhaj und ´Aqîdah betrifft. Beides wird übernommen von den As-Salaf As-Sâlih, im Gegensatz zu den verschiedenen Sekten und Gruppierungen, deren Verständnis ursprünglich auf dem ihrer Anführer basiert.


3. Die Bezeichnung „Salafi“ ist eine verachtenswerte „Tazkiyah“ von einem selbst

Die Antwort darauf wurde von unserem Schaikh Al-´Allâmah ´Abdul’azîz ibn Bâz – dem ehemaligen Mufti von Saudi Arabien – beantwortet, der gefragt wurde: „Was sagt ihr über den, der sich selbst ‚Salafi’ oder ‚Athâri’ nennt? Ist das eine Tazkiyah (Eigenlob) von einem selbst?“

Er antworte, möge Allâh ihm barmherzig sein: „Wenn er wahrhaftig ist [in seiner Behauptung], daß er ein Salafi oder Athâri ist, gibt es nichts dagegen einzuwenden. Ähnlich sagten schon die Salaf: ‚Der Soundso ist eine Salafi.’, oder: ‚Der Soundso ist ein Athâri.’ Diese Tazkiyah ist notwendig, ja sogar verpflichtend.“ (von der Kassette Haqq Al-Muslim).

Schaikh Sâlih Al-Fauzân wurde gefragt: „Kann man sagen, daß der, der sich selbst als ‚Salafi’ bezeichnet, eine neue Gruppierung erschaffen hat?“ Er antwortete: „Es gibt nichts dagegen einzuwenden, sich selbst mit der Salafiyyah zu identifizieren, solange es der Wahrheit entspricht. Wenn es aber lediglich eine Behauptung ist, darf er sich nicht als der Salafiyyah zugehörig bezeichnen, während er gleichzeitig einem anderen Manhaj folgt.“ (Al-Ajwibah Al-Mufidah, Seite 16).

Was diejenigen betrifft, die andere davon abhalten wollen, sich selbst den Salaf zuzuschreiben und dabei behaupten, daß dies Eigenlob wäre, so sind deren Machenschaften vor uns nicht verborgen. Schaikh Al-Islam widerlegte diese falsche Behauptung schon vor Jahrhunderten und bezeichnete es als Pflicht, von jedem seine Zuschreibung zu den Salaf zu akzeptieren. Er sagte sogar, daß darin Ijmâ’ herrscht, da der ´Aqîdah und das Manhaj der Salaf nichts als die Wahrheit ist. In dem Fall allerdings, daß das Manhaj dieser Leute [, die diese falschen Behauptungen aufstellen] davon abweicht, sollte es niemanden überraschen, wenn sie es nicht mögen, daß Leute sich den Salaf zuschreiben, da anderenfalls ihre Falschheit entdeckt werden würde.


4. Salafiyyah ist die Ursache von Spaltung

Wenn Salafiyyah der Weg von Qur’ân und Sunnah nach dem Verständnis der Salaf dieser Ummah ist, und der Gesandte (a.s.s.) sagte: „Und diese Ummah wird sich in 73 Sekten aufspalten, von denen jede im Feuer ist, bis auf eine.“ Sie fragten: „Welche ist das, Gesandter Allâhs?“ Er antwortete: „Es sind diejenigen, die mir und meinen Sahâba folgen.“ – und wenn man des weiteren bedenkt, daß Spaltung durch das Verlassen des richtigen Verständnisses auftrat, dann ist Salafiyyah nichts anderes als der Weg zur Einheit, und nicht zur Spaltung und Gruppenbildung. Wie Schaikh Sâlih Al-Fauzân sagte: „As-Salafiyyah ist die gerettete Gruppe, und sie sind Ahl As-Sunnah wa Al-Jama’a. Sie ist keine Gruppierung unter den vielen Gruppierungen heutzutage, die man Ahzâb nennt. [...] Daher ist die Salafiyyah eine Gruppe von Leuten, die der Madhhab der Salaf folgen, dem Gesandten (a.s.s.) und seinen Gefährten. Sie ist keine der heutigen Gruppierungen.“ (von der Kassette „At-Tahdhîr min Al-Bid’ah).

Daher ist die Salafiyyah die Verkörperung dessen, was der Prophet (a.s.s.) seiner Ummah hinterlassen, dessen Nacht wie der Tag ist: strahlende Klarheit, und derjenige, der davon abweicht, wird zerstört werden. Bei denen werden Spaltung und Meinungsverschiedenheiten auftreten, und sie werden unter die Sekten fallen, denen das Feuer verkündet wurde. Die Salafiyyah ist der Aufruf zur Rückkehr zu dem Propheten (a.s.s.) und seinen Gefährten und kann niemals als Spaltung bezeichnet werden.


5. Die Salafis denken, sie hätten als einzige die Wahrheit

An dieser Stelle muß man einen Unterschied machen zwischen dem, dem man sich zuschreibt – dem Weg der Salaf – und der Person, die sich dem zuschreibt. Absolut gesprochen ist das, dem man sich zuschreibt, das heißt der Weg der Salaf, nichts als die Wahrheit, im Allgemeinen wie auch in Detailfragen, in Sachen ´Aqîdah und Manhaj, Usûl (Grundlagen) und Furû’ (Zweige). Niemand bestreitet dies außer dem Ketzer.

Was die Person betrifft, die sich selbst dem Salafi Weg zuschreibt, so ist diese Zuschreibung grundsätzlich korrekt, und alles, was dem widerspricht, ist nichts als Falschheit und Irrtum. Dies bezieht sich allgemein auf ´Aqîdah, Manhaj und Usûl der Religion, denn ´Aqîdah, Manhaj und Usûl der Salaf waren zu allen Zeit gleich. Sie waren sich einig in diesen Angelegenheiten.

Daher ist der Salafi, der seine Zuschreibung zu den Salaf auch in die Tat umsetzt, der ihnen in Wissen und Taten folgt, der ihren Weg nachgeht, in alldem auf der Seite der Wahrheit, inschallâh. Entweder kennt er den Weg der Salaf im groben, und er weiß, daß dieser Weg die Wahrheit ist, kennt aber vielleicht einige Feinheiten nicht. Trotzdem liegt er dahingehend richtig, daß er ihren Weg als Maßstab ansieht und was diesem Weg widerspricht als Irrtum. Oder er kennt den Weg der Salaf im allgemeinen und speziellen, in Sachen ´Aqîdah, Manhaj, Usûl und Furû’. Dann wird er mit dem, woran er festhält und wonach er handelt, zum allergrößten Teil richtig liegen. Alles hängt von seiner Aufrichtigkeit zum Lernen ab, und von seinem Eifer, mit dem er Wissen sucht und auch danach handelt.

Wenn jemand aber behauptet, er hätte in jedem untergeordneten Punkt recht, so irrt er sich, denn zum einen kann er unmöglich über all das Bescheid wissen, zum anderen, wenn die Imâme in der Vergangenheit dies nicht erreicht haben, wird es wohl kaum von irgendeinem nach ihnen erreicht werden. Daher ist es natürlich möglich, daß ein Salafi sich in untergeordneten Punkten irrt. Dadurch wird sein `Aqîdah und Manhaj aber nicht falsch, und allgemein gesprochen hält er trotzdem an etwas fest, was ihn aus den 72 Sekten von Bid’ah und Dalâlât herausbringt.


6. Salafis sind arrogant und haben ein schlechtes Benehmen

Dieser Punkt ist sehr subtil und benötigt eine sorgfältige Überlegung. Was schlechtes Benehmen betrifft, so ist dies häufig ein Resultat von schlechter Erziehung der Person, seines Wesens, seiner Charakteristiken und seiner Persönlichkeit. Es reflektiert nicht notwendigerweise seine Basis – der ´Aqîdah und das Manhaj der Salaf, was nichts als die Wahrheit ist. Es mag sein, daß jemand eine Korrektur seines Benehmen von Nöten hat, und man sollte mit ihm mit Weisheit und schöner Rede (das ist die Sunnah) diskutieren, so daß er eher dazu neigt, diese Einladung anzunehmen. Das ist jedoch kein Argument, die Korrektheit und Gültigkeit des Weges der Salaf zu bestreiten und sich ihm nicht zu verschreiben, da dies der einzige Weg zur Errettung ist. Man muß also unterscheiden zwischen dem schlechten Verhalten einige Salafis und dem auf Wissen basierenden Manhaj, das von Qur’ân und Sunnah abgeleitet ist. Man könnte das gleiche über jeden anderen Muslim sagen, unabhängig davon, ob er sich einem falschen Manhaj und einem verirrten ´Aqîdah zuschreibt. Auch unter ihnen gibt es solche, mit schlechtem Benehmen und Verhalten. Ein Manhaj oder ´Aqîdah wird aber danach beurteilt, in wieweit es mit dem Propheten (a.s.s.), den Gefährten und den Salaf übereinstimmt, nicht durch das Verhalten seiner Anhänger. Der nächste Punkt erläutert dies genauer.

Arroganz mag tatsächlich bei manchen eine Rolle spielen, wofür sie auch getadelt werden müssen. In anderen Fällen ist das, was für Arroganz gehalten wird, schlichtweg Liebe für die Wahrheit und die absolute Gewißheit über diese Wahrheit. Beim Gegenüber kommt es allerdings wie Arroganz herüber. In zahlreichen Fällen ist es allerdings so, daß die Arroganz auf der Seite dessen ist, der nicht die Wahrheit von einem akzeptiert, der sich dem Salafi ´Aqîdah und Manhaj zuschreibt. Das sollte hier nicht vergessen werden, da es sehr häufig der Fall ist. Wie der Gesandte (a.s.s.) sagte: „Arroganz ist das Ablehnen der Wahrheit und auf die Leute von oben herabschauen.“

Also sind die meisten Salafis arrogant? Wir suchen Zuflucht bei Allâh!!! In Wahrheit sind sie arrogant, da sie die richtige Da’wah wegen ihrer Arroganz nicht akzeptieren, und es dann den Salafis in die Schuhe schieben. Jede Münze hat zwei Seiten.

Einmal angenommen, ein Salafi lädt jemanden anderes zur Wahrheit ein, in einem Punkt, in dem er sich sicher ist, daß er recht hat. Er ist vielleicht hart und besteht darauf, recht zu haben, und wird deswegen der Arroganz bezichtigt, obwohl der einzige Grund für sein Verhalten seine Liebe für die Wahrheit und der Starrsinn des anderen ist. Obwohl wir sagen, daß sein Verhalten unkorrekt und unangebracht ist, hat ihn doch nur sein Übereifer dazu gebracht, entweder aus Unwissenheit oder schlechter Erziehung. Es liegt also an ihm, all das zu korrigieren, da sonst derjenige, den er zur Wahrheit einlädt, eben diese ablehnt aufgrund der Art und Weise, wie sie ihm präsentiert wurde.

Man kann also in manchen Fällen tatsächlich so etwas wie Arroganz beobachten, was allerdings lediglich auf die betreffende Person zurückfällt, nicht auf den ´Aqîdah und das Manhaj, dem er sich zuschreibt. In Wahrheit sind viele der Sufi-Ketzer arrogant wegen ihrer festen Überzeugung, vor dem Feuer schon gerettet zu sein. Sie verlangen unterwürfige Ergebenheit von ihren Anhängern und wähnen sich selbst über den Leuten stehend. Man könnte das auf alle Sekten und abgewichenen Gruppierungen ausweiten. Arroganz findet man überall und ist absolut kein Argument für oder gegen ´Aqîdah und Manhaj der jeweiligen Person. Man muß den ´Aqîdah und das Manhaj an sich betrachten, und gegen das Verständnis der Salaf abwägen.

An dieser Stelle folgt noch der Rest der Diskussion zwischen Imân Al-Albâni und besagtem Fragesteller über die Bezeichnung „Salafiyyah“.

[Wird an der Stelle fortgesetzt, wo vorher unter Punkt 5 aufgehört wurde.]

Fragesteller: „In Ordnung, ich gebe dir Recht und sage: Ja [, ich bin mit der Abkürzung Salafi einverstanden]. Trotzdem bin ich immer noch der gleichen Meinung, denn wenn jemand hört, daß du ein Salafi bist, schießen ihm zuerst seinen vergangenen Erfahrungen durch den Kopf, die von Strenge und Härte geprägt sind, alles Dinge, die man manchmal bei den Salafis sieht.“

Schaikh Al-Albâni: „Nehmen wir an, deine Worte entsprechen der Wahrheit. Wenn du nun sagst: ‚Ich bin ein Muslim. ‘, wird dann nicht der ein oder andere an einen Râfidi Schi’iten, einen Drusen oder Ismâ’îli denken?“

Fragesteller: „Möglich. Aber ich habe wenigstens den Vers befolgt: ‚Er ist es, Der euch vordem Muslime genannt hat. ‘“

Schaikh Al-Albâni: „Nein, mein Bruder! Du hast den Vers nicht befolgt, da sich der Vers auf die korrekte Form des Islam bezieht. Und du mußt die Leute entsprechend ihrem Verständnis ansprechen... Wird also irgend jemand von dir verstehen, daß du wirklich der der Bedeutung der Verses entsprechende Muslim bist? Die anderen Punkte, die genannt hast, treffen manchmal zu und manchmal nicht. Zum Beispiel was du über Strenge gesagt hast, so kann das bei einem Individuum der Fall sein, ist aber keine repräsentative Darstellung eines Manhaj, das von Wissen und Glauben abhängt. Laß also Einzelpersonen beiseite, wir reden jetzt über ein Manhaj. Wenn wir über einen Schi’iten, Drusen, Khâriji, Sûfi oder Mu’tazili sprechen, kann alles, was du erwähnt hast, auch auf ihn zutreffen. Das ist aber nicht das Thema unserer Diskussion. Wir untersuchen einen Namen, der die Madhhab einer Person ausdrückt, und anzeigt, auf welche Weise er Allâh verehrt... Sind nicht alle Sahâba Muslime?“

Fragesteller: „Natürlich.“

Schaikh Al-Albâni: „Trotzdem gab es unter ihnen solche, die gestohlen haben, die Zina begangen haben, was aber keinem von ihnen zu sagen erlaubte: ‚Ich bin kein Muslim. ‘ Er ist ein Muslim und Mu’min an Allâh und folgt dem erwählten Weg. Manchmal verstößt er aber gegen diesen Weg, da er nicht unfehlbar ist. Und deshalb reden wir – möge Allâh dich segnen - über ein Wort, das unseren ´Aqîdah, unsere Denkweise, unseren Ausgangspunkt im Leben ausdrückt, und was sich auf die Religion bezieht, durch die wir Allâh anbeten.

Was den Fall des Soundso betrifft, der streng ist, oder des Soundso, der zu nachgiebig ist, so ist das ein ganz anderer Punkt... Ich wünsche mir, daß du über dieses prägnante Wort [d.h., ‚Salafi‘] nachdenkst, auf daß du nicht mehr auf der Bezeichnung ‚Muslim‘ herumreitest. Sei dir sicher, daß niemand je verstehen wird, was du damit tatsächlich ausdrücken willst...“

Inschallâh wird unsere Absicht damit deutlich, und auch die notwendige Unterscheidung, die wir zu Anfang dieses Punktes angesprochen haben.


7. Den Salafis fehlt es häufig an Frömmigkeit, im Gegensatz zu anderen

Dies ist ebenfalls ein altbackenes Scheinargument, was von den Salaf schon früher beantwortet wurde. Wir belassen es hier bei ihren Aussagen:

Ibn ´Abbâs (gest. 68H) sagte: „Die bei Allâh am meisten verabscheuten Dinge sind die Bida‘.“ (Al-Baihaqi in As-Sunan Al-Kubra, 4/316)

Ibn ´Umar (gest. 84H) sagte: „Jede Bid’ah ist ein Irrweg, auch wenn die Menschen sie für gut halten.“ (Abu Schâmah, Nr. 39)

Sufyân Ath-Thauri (gest. 161H) sagte: „Ein Bid’ah ist Iblîs lieber als eine Sünde, da man von einer Sünde Taubah machen kann, während man von einer Bid’ah keine Taubah macht.“ (Al-Lâlikâ’i, Nr. 238)

Imâm Asch-Schâfi’i (gest. 204H) sagte: „Daß jemand vor Allâh mit jeder Sünde außer Schirk steht, ist besser, als wenn er Ihn mit einer Bid’ah in seinem Glauben trifft.“ (Al-Baihaqi, Al-I’tiqâd, Seite 158).

Al-Laith ibn Sa’d (gest. 175H) sagte: „Wenn ich jemanden von den Leuten der Begierde [d.h., von Ahl Al-Bid’ah] auf dem Wasser laufen sehen würde, würde ich trotzdem nichts von ihm akzeptieren.“ Imâm Asch-Schâfi’i sagte daraufhin: „Er (Al-Laith) ist nicht weit genug gegangen. Wenn ich ihn in der Luft laufen sehen würde, würde ich nichts von ihm akzeptieren.“ (As-Suyûti in Al-Amr bi Al-Ittibâ‘ wa An-Nahi ´an Al-Ibtidâ‘).

Yûnus ibn ´Ubaid sagte zu seinem Sohn: „Ich untersage dir Zina, Diebstahl und den Genuß von Wein. Aber es ist besser, daß du vor Allâh mit einer dieser Sünden stehst, als wenn du Ihm mit einer der Ansichten von ´Amr ibn ´Ubaid und seinen Kumpanen [d.h., den Mu’tazilah] begegnest.“ (Al-Ibânah, 2/466)

Sa’îd ibn Jubair sagte: „Mit ist lieber, daß mein Sohn sich mit einem hinterlistigen und sündigen Halunken anfreundet, der ein Sunni ist, als daß er sich mit einem andächtigen und hingebungsvollen Anhänger von Ahl Al-Bid’ah abgibt.“ (Al-Ibânah, Nr. 89).

Imâm Al-Barbahâri sagte: „Wenn du jemanden siehst, dessen Ansichten und Verhalten verachtenswert ist, der verdorben, sündig und tyrannisch ist, aber ein Anhänger der Sunnah, dann freunde dich mit ihm an und sitze mit ihm, da er dir nicht schaden wird. Wenn du jemanden siehst, der sich in der ´Ibâdah bemüht, der enthaltsam lebt und ununterbrochen gottesdienstliche Taten verrichtet, aber ein Anhänger von Ahl Al-Bid’ah ist, dann sitz nicht mit ihm, hör nicht auf seine Worte, geh nicht mit ihm, da ich mir nicht sicher wäre, daß du nicht mit seinem Weg zufrieden wirst und mit ihm zusammen der Zerstörung entgegen gehst.“ (Scharh As-Sunnah, Nr. 149).

Imâm Ahmad sagte: „Die Gräber der Anhänger von Ahl As-Sunnah, die schwere Sünden begangen haben, sind wie Gärten. Und die Gräber der Anhänger von Ahl Al-Bid’ah sind hohl und leer. Die Sünder von Ahl As-Sunnah sind die Auliyâ‘ (Freunde und Verbündete) von Allâh, die Enthaltsamen und Frommen von Ahl Al-Bid’ah sind die Feinde Allâhs.“ (Tabaqât Al-Hanâbilah, 1/184).

Bedenke, O Sunni, was uns unsere rechtschaffenen Vorväter als Vermächtnis und Warnung hinterlassen haben. Wenn Bida‘ im ´Aqîdah und Manhaj die Ursache für Spaltung und Meinungsverschiedenheiten sind, wenn sie zum Aufkommen von Sekten führen, denen das Feuer versprochen wurde, und wenn man bedenkt, daß Schaitân die Bida‘ verschönert, sie wie Rechtleitung und Licht aussehen läßt, dann sind die Leute von Ahl Al-Bid’ah und verdorbenen Prinzipien gefährlicher und schädlicher als ein sündiger Schurke von Ahl As-Sunnah.
Beitrag vom 23.10.2005 - 16:19
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